Geruchstestdienstleistungen

Bei Microban® kommt eine breite Palette der in der Branche etablierten Geruchstestmethoden zum Einsatz. Nicht nur verfügen wir über eine hochmoderne Anlage für Geruchstests, sondern wir beschäftigen zudem ein Team von Sachverständigen, die alltäglich Tests durchführen und Innovationen entwickeln.

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Von Microban durchgeführte Geruchstestmethoden

Gerüche – oder Düfte und Aromen – beziehen sich auf die Empfindungen, die über die Geruchsnerven der Nase wahrgenommen werden. In der Regel handelt es sich um einen unverwechselbaren und eher unangenehmen Geruch.

Mithilfe von Geruchstestmethoden werden Gerüche identifiziert, die komplex und vielfältig sind, da sie durch das Vorhandensein von flüchtigen Chemikalien in der Luft verursacht werden. Diese Chemikalien können mit mehreren Quellen wie z. B. Lebensmitteln, Abfällen, Körpergerüchen oder Rauch in Verbindung gebracht werden. Die Hauptsorge in der Textilindustrie ist Körper- oder Fußgeruch, da dieser sich negativ auf die Lebensdauer von Bekleidung, Schuhen und Heimtextilien auswirken kann und häufigeres Waschen zur Folge hat. Diese Gerüche werden in erster Linie durch den bakteriellen Stoffwechsel des menschlichen Schweißes verursacht.

Schweiß selbst ist zwar geruchlos, aber die Bakterien auf der Haut nutzen den Schweiß, um zu überleben und zu gedeihen. Schweiß vermischt sich mit abgestorbenen Hautzellen und in der Umgebung befindlichem Schmutz. Auf diese Weise bildet er einen ausgezeichneten Nährboden für Hautbakterien, die metabolisieren und eigene Ausscheidungen produzieren, die wir als Körpergeruch wahrnehmen. Schweiß und Bakterien werden auf die Kleidung übertragen, wo sie auch lange nach dem Ausziehen der Kleidungsstücke weiter wachsen und unangenehm riechende Stoffwechselprodukte erzeugen. Diese riechenden Stoffwechselprodukte binden sich an Kunstfasern, sodass Kleidungsstücke und andere Produkte dauerhafte Gerüche entwickeln, die ihre Lebensdauer verkürzen.

Es gibt drei gängige Geruchstestmethoden zum Bewerten von Gerüchen in Textilien: Antimikrobielle Tests, Gaschromatographie (GC) und Trageversuche. Jede Methode verfügt über Vorteile und Einschränkungen.

Antimikrobielle Tests

Bei diesen antimikrobiellen Geruchstestmethoden wird der Rückgang der Mikrobenpopulation quantitativ gemessen, nachdem das Textil oder der Schaumstoff einer antimikrobiellen Substanz ausgesetzt wurde, die die Bakterien vernichtet, deren Stoffwechselprodukte als übelriechend empfunden werden. Es gibt weithin etablierte Standardtestmethoden, die von verschiedenen Gremien zugelassen sind: AATCC, ASTM, ISO und JIS.

Obwohl die antimikrobiellen Testmethoden schnell, kostengünstig, flexibel und reproduzierbar sind, unterliegen sie einigen Einschränkungen: Es handelt sich um indirekte Messungen der Geruchsbekämpfung, die verwendeten Ersatztestorganismen werden in der Regel nicht mit dem Verursachen von Gerüchen in Verbindung gebracht, und die Ergebnisse können erheblichen Schwankungen unterliegen, da die Methoden häufig von Labor zu Labor abgeändert werden, um verschiedene Nährstoffbedingungen zu berücksichtigen. Am wichtigsten jedoch: Antimikrobielle Geruchstestmethoden sind irrelevant für das Bewerten von nicht-antimikrobiellen Technologien. Geruchstestmethoden für antimikrobielle Geruchsbekämpungsbehandlungen funktionieren nicht für nicht-antimikrobielle Behandlungen.

Gaschromatographie

Bei der Gaschromatographie wird die Konzentration der in einer Probe vorhandenen Verbindungen gemessen, indem der in einem Kopfraum erzeugte Geruch analysiert wird.

Wie bei den antimikrobiellen Geruchstestmethoden verfügt die Gaschromatographie über Vorteile und Einschränkungen. Mit den GC-Geruchstestmethoden können Proben in Bezug auf eine breite Palette von geruchsbildenden Verbindungen analysiert werden, um rasch reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Um die Proben sinnvoll analysieren zu können, muss in den Labors jedoch eine umfassende Bibliothek mit geruchsbildenden Verbindungen vorhanden sein. Derzeit gibt es ein kleines Netzwerk von Labors, die Proben korrekt auf geruchsbildende Verbindungen analysieren können. Obwohl sich GC-Methoden wie z. B. ISO 17299 gut als Prüfmethoden für Geruchsbindungstechnologien eignen, ist die menschliche Nase weitaus empfindlicher. Daher kommt es bereits bei Konzentrationen zu einer olfaktorischen Reaktion, die niedriger sind, als die mit einer GC im Optimalfall zu erfassenden.

Trageversuche

Der Vorteil von Trageversuchen besteht in der Möglichkeit, darzustellen, wie sich ein Kleidungsstück in der realen Welt verhält.

Trageversuche erfordern eine umfangreiche Zusammenarbeit und Vorbereitung, da für einen sinnvollen Trageversuch viele Variablen berücksichtigt werden müssen, z. B. wie häufig, wie lange und unter welchen Bedingungen ein Kleidungsstück getragen wird. Die Testbedingungen müssen den Teilnehmern mitgeteilt werden: dürfen die Teilnehmer das Kleidungsstück mit anderen Kleidungsstücken tragen oder waschen, die Duftstoffe enthalten (Deodorants, Shampoo, Duschgel, Eau de Cologne usw.); dürfen die Teilnehmer während des Trageversuchs baden; werden die Kleidungsstücke gewaschen, und wie werden diese ggf. getrocknet; welcher Teil des Kleidungsstücks wird analysiert; wie werden die Proben im Anschluss an den Trageversuch analysiert. Anschließend muss ein ausgebildetes Sensorik-Panel die Gerüche auswerten. Geruchstestmethoden, die die reale Welt simulieren, können für bestimmte Anwendungen angepasst werden.

Microban bietet seinen Partnern und Kunden mehrere Geruchstestmethoden zur Auswertung der Geruchsbekämpfungsleistung an. Unabhängig von der Additivchemie oder Gewebeart: Die Labors und Wissenschaftler von Microban stellen sicher, dass die optimale Leistung ihrer Bekleidungs-, Schuh- und Haushaltsprodukte sowie weiterer Textilien nicht von Gerüchen beeinträchtigt wird.